Cityrad Beleuchtung – Der Nabendynamo

Das Cityrad braucht Saft! Aber wer soll den Saft pressen?

Bei der richtigen Wahl der Beleuchtung geht es in erster Linie um das Einsatzgebiet. Dann sollte man sich in etwa einen Budgetrahmen setzen. Es gibt einige Hersteller auf dem Markt und unendlich viele Produkte. Der Käufer steht in der Regel vor einem wahren Dschungel der Produkte. Im gewöhnlichen Fahrradladen werden meistens Produkte von den Haus- und Hoflieferanten angeboten, was die richtige Wahl nicht immer erleichtert. Bei einem Trekkingrad, einem Cityrad, einem Klapprad oder einem Hollandrad, das hauptsächlich von Findorff nach Oberneuland oder von Peterswerder nach Brinkum bewegt wird, kommt es auf eine gute Nahfeldausleuchtung an und darauf an, gut von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Wenn man Nachts mit seinem Rennrad durch das Bremer Blockland düst oder mit seinem MTB die Sauerländer Wälder unsicher macht, kommt es auf das geringe Systemgewicht , die Weite, die Intensität, die Gleichmäßigkeit und die Breite der Ausleuchtung an. Wir werden versuchen Euch in dieser Serie von Beiträgen durch die verschiedenen Einsatzgebiete und die passenden Produkte zu lotsen. Es gibt drei Möglichkeiten seine Beleuchtung zu befeuern: Mit einem Nabendynamo (1913 von Alois Sanladerer erfunden), mit einem Seitenläufer Dynamo oder mit einem Akku. Alle drei Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und eignen sich für die jeweiligen Einsatzgebiete entsprechend mehr oder weniger.

Der Alois Sanladerer

Hier einige Vorteile des Nabendynamos. Er ist am Zweirad fest montiert und es bedarf nur einen Knopfdruck um das Licht einzuschalten. Man kann das Licht nicht Zuhause vergessen und leere Akkus gehören zur Vergangenheit. Er ist kaum anfällig für Witterungseinflüsse. Ob bei Schnee oder Regen, versorgt er den Scheinwerfer und die Rückleuchte zuverlässig mit Strom. Der Wirkungsgrad eines Nabendynamos ist recht hoch. Während des Betriebs erzeugt der Nabendynamo kaum Laufgeräusche. Externe Geräte, wie z.B. Smartphone (glotzt bitte nicht auf diese Teile während der Fahrt. Der Preis dafür sind häufig Knochenbrüche, meist von Dritten) und ein Navigationsgerät können während der Fahrt geladen werden. Bei der Reifenwahl hat man freie Auswahl da man nicht auf die Laufflächen für einen Seitenläufer achten muss. Das System der Stromversorgung über den Nabendynamo hat sich bei dem Cityrad, dem Trekkingrad, dem Hollandrad und dem Kinderfahrrad mittlerweile aufgrund der Zuverlässigkeit durchgesetzt. Bewegt man sein Bike regelmäßig im Straßenverkehr, sollte man noch darauf achten, daß die verwendeten Produkte der StVZO entsprechen. Diese Komponenten kann man ganz gut an der K Welle ( K 12345) erkennen. Dadurch erspart man sich lästige Diskussionen mit dem Freund und Helfer bei Kontrollen. Die Nachteile sind das hohe Systemgewicht, die klobige Optik und der Rollwiderstand, vor allem, wenn er Strom produziert. Beim Rennrad und beim MTB verzichtet man deshalb sehr gerne auf den Nabendynamo als Stromquelle.

Als Fazit bleibt, daß der Nabendynamo für alle Alltagsbikes eine zuverlässige und recht wartungsarme Stromquelle ist. Sobald sich aber sportliche Ambitionen auftun, stößt der Nabendynamo an seine Grenzen und ist eher hinderlich.

Für das Cityrad empfiehlt Tengu

Die besten Nabendynamos werden von der Firma SON produziert. Typisch sind die extrem hohe Verarbeitungsqualität bei allen Modellen und viele Varianten der Achsaufnahmen. Die Nabendynamos von SON können wir Euch nur wärmstens ans Herz legen. Jeder erlauchte Fahrradhändler hat einige Modelle in seiner Vitrine liegen. Der Marktführer Shimano hat ebenfalls eine große Auswahl, allerdings besteht hier die Vielfalt aus Qualitätsunterschieden.Wir haben sehr gute Erfahrungen mit folgenden Shimano Nabendynamos gemacht und empfehlen sie vorbehaltlos: DH-3D80, Alfine und XT.

Welche Scheinwerfer und Rückleuchten wir in Kombination mit dem Nabendynamo empfehlen, könnt ihr im nächsten Beitrag aus der Serie Beleuchtung lesen.

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