Singlespeed Caferacer basierend auf einem GT Avalanche

Im folgenden Blogeintrag stellen wir Euch unser 26er Singlespeed aus Aluminium vor. Die Basis für dieses Retro Bike bildet ein gut erhaltenes GT Avalanche von 1996. Es sollte ein schnelles, leichtes und robustes Bike für den täglichen Gebrauch in der Stadt werden, das den Materialansprüchen eines Mountainbikers genügt.

Ein Singlespeed für die Stadt

MTB Singlespeed

Aluminium begeistert uns nur bedingt als Werkstoff für Rahmen. Aber dazu mehr in einem anderen Artikel. Der Rahmen hat die GT typische Triple Triangle Geometrie, die den Rahmen besonders steif machen soll. Aufgrund des Konzepts wurde das Bike mit Singlespeed Naben von Fixie Inc. (den echten, bevor der Name verkauft wurde) ausgestattet. Die Naben laufen auf doppel gedichteten Rillenkugellagern. Sie haben mächtige Nabenkörper und sehr dicke Flansche. Aus der Kombination mit den Sun Big Mammooth Felgen und DT Swiss DD Speichen ergibt sich ein sehr steifer Laufradsatz, der gut rollt und eine zeitlose Ästhetik verkörpert.

Ein Singlespeed für die Stadt

26er Schwalbe Kojak Reifen runden, im wahrsten Sinne des Wortes, den LRS ab. Der Reifen ist schnell, sehr gut (aber nicht überragend) auf nasser Fahrbahn und durch sein Volumen verzeiht er dem Fahrer auch die ruppigste Fahrweise. Bei dem Kettenspanner habe ich mich für den Surly Singleator entschieden. Neben dem DMR Tension Seeker 2 einer der wenigen Kettenspanner, die variabel in den Einstellmöglichkeiten sind und eine gute Verarbeitungsqualität haben. Mittlerweile neige ich dazu neue Gleitbuchsen für die Kettenspanner drehen zu lassen um das achsiale Spiel zu minimieren. Schwalbe Kojak Reifen runden, im wahrsten Sinne des Wortes, den LRS ab.

Ein Singlespeed für die Stadt

Bei dem Innenlager des GT Avalanche aus dieser Zeit hat man leider nicht so viele Variationsmöglichkeiten, wenn man ein Vierkant Lager verbauen möchte. Der Grund ist die Innenlagergehäusebreite von 73mm. Passende Lager in guter Qualität sind heute auf dem Fahrradmarkt sehr schwer zu finden. In diesem Fall verrichtet ein XT Lager seine Arbeit gewohnt zuverlässig und geschmeidig. Eine alte Shimano XT FC-M730 Kurbel sorgt für die Kraftübertragung. Diese Kurbeln haben ein zeitloses Design, sind unverwüstlich und das Gewicht ist im akzeptablen Bereich. Die Shimano NX 10 Kette kannte ich bis zu dem Aufbau nicht. Ich liess mich von der Optik mitreißen. Die Lebensdauer lässt deutlich zu wünschen übrig. Die Fahrweise für die das Bike gebaut wurde verlangt nach einer passenden Bremsanlage. Diese ist das Sahnehäubchen an dem Bike. Vorne sorgt eine LSP und hinten eine Strong der zweiten Generation für die Verzögerung, zwei wunderschöne und sehr seltene Bremsen. Angesteuert werden die beiden Bremsen von Real Bremshebeln. Die LSP erfordert eine kurze Gewöhnungsphase da sie ein Samson unter den Bremsen ist. Für die notwendige Stabilität und Steifigkeit im Cockpit sorgt ein Syncros Hinged Vorbau, der sich durch die Art der Verarbeitung sehr gut an den Rahmen anschmiegt. Der Brooks B17 Imperial macht das Bike auch auf längeren Radtouren zu einem komfortablen Begleiter.

Ein Singlespeed für die Stadt

Wolf im Wolfspelz

Das Ergebnis kann sich sehen und vor Allem fahren lassen. Aus einem ausgemusterten Staubfänger wurde ein steifes, schnelles, leichtes und agiles Bike, das ich nicht mehr missen möchte.

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