Das ist keine Frage – Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Kettenschaltung oder Nabenschaltung? Dieser Frage begegnet man nahezu täglich. Die Antwort von Tengu ist eindeutig.

Die Kettenschaltung gehört zum Grundstein unserer Philosophie. Dieses System bietet einige Vorteile im Gegensatz zur Nabenschaltung und ist deshalb unser Favorit unter den Antriebsvarianten. Hier eine schnelle Auflistung der Vorteile:

  • große Übersetzungsbandbreite
  • feine Abstufung der Gänge
  • geringes Systemgewicht
  • leichte Wartung
  • keine Reibverluste
  • schalten unter Last ist möglich
  • stört nicht die Balance des Bikes
  • riesige Auswahl der Komponenten

Die Liste könnte noch deutlich länger werden, aber das würde den Rahmen etwas sprengen. Falls eine Schaltung wirklich von Nöten sein sollte, warum soll man sich nicht für das bessere System entscheiden? Die meist größere und abstimmbare Übersetzungsbandbreite ermöglicht eine feinere Abstimmung des Antriebs auf den Einsatzzweck des Bikes. Das geringe Systemgewicht und die kaum vorhandenen Reibverluste sind besonders im sportlichen Bereich von Vorteil und machen die Kettenschaltung zur ersten Wahl, sowohl für das Rennrad als auch für das Mountainbike. Die Wartung einer Kettenschaltung besteht daraus den Antrieb regelmäßig zu reinigen und für ausreichende Schmierung zu sorgen. Das sollte jeder schaffen. Nicht zu vernachlässigen ist das Argument der Balance. Während diese beim Hollandrad, Herrenrad, Trekkingrad oder Reiserad vernachlässigbar ist, spielt sie beim Mountainbike eine wichtige Rolle. Bei Sprüngen kann ein schlecht ausbalanciertes Rad den Fahrer den einen oder anderen Knochenbruch kosten. Die riesige Auswahl der Komponenten macht unendliche Kombinationen für etliche Einsatzgebiete möglich.

Alternativen zu der Kettenschaltung

Betriebe wie Rohloff und Pinion haben eine sehr sympatische Firmenphilosophie und produzieren Schaltgetriebe auf höchstem Niveau. Dennoch können sich die Produkte beider Hersteller logischerweise nicht von der Funktionsweise dieses Systems lösen. Abgesehen von den konstruktionsbedingten Schwächen, die ein Schaltgetriebe mit sich bringt, sind die Produkte beider Hersteller recht teuer und der Fahrer ist sehr auf den Hersteller angewiesen. Besonders im Bezug auf die Ersatzteilversorgung und Reparaturen erweist sich diese Abhängigkeit als sehr hoch. Bei Pinion braucht man sogar einen speziell für das Getriebe angepassten Rahmen. Man kann den Sachverhalt in etwa mit dem Unterschied zwischen Open Source und proprietär Betriebssystemen vergleichen. Wenn ich mit meinem Bike unterwegs bin, will ich nicht abhängig sein. Und wenn überhaupt, dann maximal von den Öffnungszeiten des nächstgelegenen Fahrradladens. Deswegen ist die Kettenschaltung, unsere unangefochtene Schaltungsvariante.

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