Mountainbikes der Vergangenheit – GT Tequesta Inferno

Ein Vorreiter moderner Mountainbikes war das GT Tequesta. Es sticht mit seiner einzigartigen Inferno Lackierung aus der Masse heraus, aber nicht nur deswegen hat es einen besonderen Platz in unserem Herzen.

Die Mountainbikes von damals bis heute zeitlos

„Die GT typische Rahmengeometrie aus dieser Zeit erinnert mich an mein erstes MTB, das ich 1994 im Sauerland durch die Berge prügelte.“  – dZoni

Das Tequesta war damals eines der Einsteigermodelle der GT Mountainbikes und war nicht annähernd mit so hochwertigen Komponenten ausgestattet wie dieses hier. Wir haben uns einfach in den Rahmen verliebt, vor allem in die Lackierung und wählten Komponenten, die eine hohe Performance bieten. Aus dieser Zeit gibt es, bis auf das Karakoram, keine höherwertigeren GTs mit dieser Lackierung. Als Material für die Sattelstütze, den Lenker und den Vorbau wurde bewusst Stahl gewählt, da das Rad artgerecht und sorgenfrei durch die Wälder bewegt werden sollte.

GT Tequesta Inferno als Vorreiter moderner Mountainbikes

GT Tequesta Inferno als Vorreiter moderner Mountainbikes

Bei der Wahl der Schaltkomponenten haben wir uns für die Kombination von XTR Schaltwerk und Umwerfer aus der ersten Baureihe und XT Daumenschalthebel entschieden. Wie die Kombination von Dura Ace 7402 Schaltwerk und Rahmenschalthebel ist das eine Kombination, die bis heute eine kaum erreichte Schaltperformance bietet. Die Präzision der Schaltvorgänge ist atemberaubend vor allem unter Last. Selbst hausintern bei Shimano sind die Stimmen über die geniale Schaltperformance dieser Komponenten immer noch laut und deutlich zu hören.

GT Tequesta Inferno als Vorreiter moderner Mountainbikes

GT Tequesta Inferno als Vorreiter moderner Mountainbikes

Bei den Naben ist die Wahl auf die Edco Competition Naben gefallen. Die Naben haben ein sehr schönes Oberflächenfinish und die Verarbeitungsqualität gehört definitiv zur Oberklasse. Es gibt einige Erfahrungsberichte, die gegen diese Naben sprechen. Man liest und hört immer wieder Geschichten über sehr kurzlebige Lager und abgerissene Nabenflansche. Wir haben einige Sätze dieser Naben im Gebrauch und wir können diese Berichte absolut nicht bestätigen. Das Innenlager ist ein Race Face Signature Gold und die Kurbel ist eine Reverse Mission. Für die Kurbel haben wir uns entschieden, weil sie alle Qualitäten einer Stahlkurbel in sich vereint. Zu einer neuen Syncros Revolution konnten wir uns nicht durchringen – diese wartet auf ein Merlin Newsboy.

GT Tequesta Inferno als Vorreiter moderner Mountainbikes

Die Bremsanlage ist ein wilder Mix aus Paul Neo Retro, Shadow Conspiracy Sano Brake Bremsen und Ritchey Logic Bremshebeln. Die Paul Bremsen sind wunderschön, an die alten Mafac Cantis angelehnt allerdings ist die Bremsleistung enttäuschend. Unsere Vermutung war, daß es an den Bremshebeln liegt. Wir haben einige Hebel und Bremsbeläge ausprobiert – Leider ohne Erfolg. Die Shadow U-Brake verrichtet ihre Arbeit umso besser und schön ist sie auch. Für die Traktion sind die Ritchey Z- Max Millenium WCS zuständig. Der Reifen ist recht schnell, in der Traktion nicht überragend aber es soll ja schnell vorangehen. Das Ergebnis ist eine 26er Zeitmaschine die unendlich viel Freude auf den Waldautobahnen bereitet und lange Touren nicht scheut.

Veröffentlicht in Bikes.