Radtour im Blockland oder lieber PBP

Die Radtour im Naherholungsgebiet oder quer über den Kontinent? Welches Equipment ist sinnvoll und worauf könnte man achten?

Eine Radtour zum Aufwärmen

Bei einer kurzen Radtour durch das Blockland sind nicht wirklich viele Aspekte zu beachten. Ein Schluck Wasser, ein Ersatzschlauch, eine kleine Luftpumpe, Reifenheber und dann kräftig in die Pedalen treten. Je nach Tempo könnte eine Brille sinnvoll sein.

Radtour auf brennendem Asphalt

Die wichtigste Sache, die man bei der Vorbereitung einer Fahrradtour beherzigen muss ist das Gewicht. Wenig Gewicht / Gepäck bringt mehr Freude am Biken. Man kommt schneller voran und kann somit längere Strecken in kurzer Zeit zurücklegen. In brenzlichen Situationen bleibt das Fahrrad gut manövrierfähig. Das Material bietet immer noch genug Reserven und Schäden oder Pannen sind unwahrscheinlicher. Hat man nur das notwendigste Gepäck dabei, leidet der Komfort unterwegs. Solche Fahrradtouren eignen sich ganz gut für die Bewältigung langer Strecken im hohen Tempo. Die Tagesetappen sollten klar definiert sein und für eine gute Erholung zwischen den Etappen sollte gesorgt werden. Die Übernachtungen im Gästehaus sollten rechtzeitig gebucht werden und gute und nahrhafte Mahlzeiten sind ein essentieller Bestandteil. Diese Art zu Reisen verleiht ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Es schleicht sich die Illusion ein, daß man um den ganzen Globus düsen könnte und dann nochmal zurück. Wir lieben es!

Radtour mit geworfenem Anker

Hohes Gewicht beeinflusst das Fahrverhalten deutlich. Das Vorankommen wird mit zunehmendem Gewicht deutlich schwieriger. Beim Beschleunigen beschleicht einen das Gefühl einen Anker hinter sich zu ziehen. Das Anbringen der Radtaschen am Lenker oder am Lowrider beeinflusst die Lenkung maßgeblich. Das Lenkverhalten wird träge und eventuelle Ausweichmanöver werden zum wahren Abenteuer. Selbst ohne Lenkertaschen oder Lenkerrolle wird das Fahren im Wiegetritt bei voller Beladung nahezu unmöglich. Mit vollen Lenkertaschen kann man das Erklimmen steiler Passagen im Stehen gänzlich vergessen. Der Bremsweg des Bikes verlängert sich spürbar. Die Felgen können bei langen Abfahrten schneller überhitzen und der Schlauch kann durch die entstehende Hitze platzen, was schwere Unfälle zur Folge haben kann. Will man so autark wie nur möglich unterwegs sein, dann kommt man nicht um viel Gepäck herum. Lange Touren abseits der befestigten Wege und der Zivilisation setzen meist viel Gepäck voraus und haben durchaus ihren Reiz. Bikepacking durch wilde und unberührte Landschaften können wir jedem ans Herz legen. Die Erfahrungen und Eindrücke bleiben unvergesslich.

Wohin mit dem Gepäck

Man sollte bei der Beladung besonders darauf achten das Gewicht gleichmäßig zu verteilen um den Schwerpunkt des Bikes nicht zu sehr zu beeinflussen. Ist das Fahrrad zu frontlastig beladen, wird die Lenkung unberechenbar und gefährlich. Zu Hecklastig beladen droht das Vorderrad des Bikes bei steilen Anstiegen abzuheben. Dieser Effekt ist nicht gefährlich aber unglaublich lästig. Es ist sinnvoll das schwerste Gepäckstück in einer Rahmentasche zu verstauen. So befindet sich das Gewicht genau zwischen den Laufrädern. Somit bleiben die Auswirkungen auf das Fahrverhalten sehr gering . Die übrigen Radtaschen sollte man am Gepäckträger befestigen. Auf den Lenker und den Lowrider sollten ganz leichte Gepäckstücke oder im besten Fall gar keine angebracht werden. Zum Thema Radtaschen und anderen Transportmöglichkeiten kommt mehr in unserem nächsten Beitrag. Stay tuned!

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