The Fahrradstadt Bremen Rises

Fahrradstadt Bremen oder sogar Fahrradhauptstadt Bremen? Die Deklarierung ist letztlich unwichtig. Wichtig ist eher wie es sich anfühlt, wenn man in Bremen mit dem Bike unterwegs ist.

Das was Bremen am meisten von anderen Städten dieser Größe unterscheidet ist die aktive Fahrradkultur, die ihres Gleichen sucht. Dadurch das viele Bremer und Bremerinnen ihre Wege mit dem Fahrrad zurücklegen, ist in den letzten Jahren eine vergleichsweise fahrradfreundliche Verkehrskultur entstanden.

Früher Hansestadt heute Fahrradstadt Bremen

Besonders in den warmen Sommermonaten scheint das Fahrrad das Straßenbild zu dominieren. Denn kein Verkehrsmittel ist hier schneller und vor allem günstiger unterwegs. Das macht die Attraktivität dieses Fortbewegungsmittels aus und lässt auf die zukünftige Entwicklung hoffen. Denn in der Fahrradstadt Bremen ist zumindest der Grundstein für eine umfassende Verkehrsentwicklung gelegt. Ein großer Teil der Bevölkerung favorisiert das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel. Und das zieht sich durch alle Schichten und Altersgruppen. Studierende auf Rennrädern, Eltern mit Anhängern oder Anzugträger auf Klapprädern, alle nutzen das Rad um voran zu kommen. Wer mit dem Auto im Stau steht ist selbst Schuld.

Es gibt noch viel zutun

Aber selbst in der Fahrradstadt Bremen kommt es immer wieder zu Unfällen und auch Toten. Denn die Probleme die mit Radwegen einher gehen sind überall die Gleichen. Deswegen sind auch hier die Bremer/innen auf dem Fahrrad nicht gefeit vor aufgehenden Autotüren oder unachtsamen Rechtsabbiegern. Das Ziel sollte sein, das Fahrrad als gleichwertiges Verkehrsmittel auf Augenhöhe mit Autos zu etablieren. Ein Schritt in diese Richtung ist die Abschaffung von Radwegen und Verlagerung des Radverkehrs auf die Strasse. Anstelle eines Radweges, der Fußgänger und Radfahrer gefährdet, würde es dann einen Fahrradstreifen auf der Fahrbahn geben. Eine Möglichkeit dieses Anliegen zu Unterstützen und eine öffentliche Wahrnehmung dafür zu schaffen ist die Partizipation an der lokalen Critical Mass. Jeden letzten Freitag im Monat hat man so die Möglichkeit für eine Fahrrad freundlichere Verkehrspolitik zu demonstrieren.

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